Leben mit Demenz im Jahr 2020: Wohnformen der Zukunft

Wie werden Menschen mit Demenz in Zukunft leben? Welche neuen Wohnformen und Versorgungsstrukturen zeichnen sich ab? Wo ist die Abkehr vom Industriezeitalter bereits vernehmbar? In unserer neuen Serie “Leben mit Demenz im Jahr 2020: Wohnformen der Zukunft” wollen wir uns mit derartigen Fragen intensiver beschäftigen.

Schon seit längerer Zeit spielen wir mit dem Gedanken, eine Serie über “Leben mit Demenz im Jahr 2020: Wohnformen der Zukunft” ins Leben zu rufen. Nun ist es endlich soweit!

Es geht zunächst einmal in dieser neuen Serie darum, sich genauer anzuschauen, welche Wohnformen schon heute existieren und welche Versorgungsstrukturen daran anknüpfen, bevor wir uns im weiteren Verlauf mit verschiedenen Zukunftsvisionen beschäftigen werden. Denken Sie beispielsweise an solche Konzepte und Wohnformen wie unter anderem die Demenz-WG, das Demenzdorf oder die Pflegeoase.

Neue Wohnformen – ein Zeichen für den Epochenumbruch?

Welche Bilder der Zukunft sind mit diesen Wohnformen verknüpft? Welche größeren Umbrüche zeichnen sich ab? So spricht beispielsweise Klaus Dörner als Mediziner und Sozialpsychologe diesbezüglich von einem Epochenumbruch. Wir werden diese Wohnformen also gerade auch vor diesem Hintergrund in dieser neuen Serie genauer unter die Lupe nehmen.

“Denn heute ist es ein Zeichen für den Epochenumbruch von der auslaufenden Industrie- in eine neue, noch nicht benennbare Epoche, dass bis zu 90% der Älteren in ihrer eigenen Wohnung leben und sterben wollen, obwohl die Mächtigen von gestern immer noch weitere Heimplätze (auch finanzielle) priveligieren und damit den letzten Wunsch fast aller Bürger treten – ungestraft und fast ohne Aufschrei von uns allen, was diesen vielleicht bösartigsten Skandal der Gegenwart angeht.” (Klaus Dörner)

Wenn es um die zukünftige Versorgung von Menschen mit Demenz geht, bestehen oft negative Erwartungshaltungen. Um mögliche alternative Zukunftsbilder und Wohnformen zu denken, werden wir uns dementsprechend auch in dieser Serie mit solchen Zukunftsvisionen auseinandersetzen, die ein positiveres Bild von dem Leben von Menschen mit Demenz in der Zukunft vermitteln.

Seien sie also gespannt auf unsere neue Serie! Es folgen weitere Online-Beiträge und Experten-Interviews zu einzelnen Wohnformen von Menschen mit Demenz, die bereits einen Epochenumbruch markieren, bis hin zu der Frage, wie wir in Zukunft mit Demenz leben wollen und welche Versorgungsstrukturen denkbar sind.

Marcus Klug arbeitet aktuell als Kommunikationswissenschaftler und Social Media Manager am Dialog- und Transferzentrum Demenz (DZD) und betreut dort das Projekt Wissenstransfer 2.0. Das Projekt wurde bereits mit dem Agnes-Karll-Pflegepreis 2013 ausgezeichnet. Sein Schwerpunkt liegt auf Wissenskommunikation im Social Web. Daneben betreibt er als hauptverantwortlicher Redakteur seit Mai 2012 zusammen mit Michael Lindner Digitalistbesser.org: Plattform für Veränderung und lebenslanges Lernen. Kontakt: marcus.klug@uni-wh.de.

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