Forschungstransfer geht in die nächste Runde

Die Förderung des Dialog- und Transferzentrum Demenz (DZD) an der Universität Witten/Herdecke wurde um zwei weitere Jahre verlängert.

Seit 2005 geht es beim DZD darum, den Dialog zwischen Forschung und Praxis auf Augenhöhe voranzutreiben. Dabei wird das DZD als Teil der Landesinitiative Demenz-Service NRW vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter und von den Landesverbänden der Pflegekassen in NRW gefördert. Bis Ende 2018 wird diese Förderung jetzt um zwei weitere Jahre verlängert.

Jedes Jahr erscheinen Tausende wissenschaftlicher Beiträge zum Krankheitsbild und zur Versorgung von Menschen mit Demenz in zumeist englischsprachigen Fachzeitschriften. Viele dieser – für die pflegerische und betreuende Praxis – höchst relevanten Ergebnisse werden aus Gründen des mangelnden Zugangs sowie mangelnder Zeit nur sehr unzureichend wahrgenommen und genutzt. In der Folge dieser Überlegungen werden seit der Gründung des DZD im Jahr 2005 Erkenntnisse aus der Wissenschaft zwischen Grundlagen- und Versorgungsforschung anhand unterschiedlicher Transfermedien vermittelt: dazu gehören unter anderem Vorträge, Publikationen in Fachzeitschriften und Magazinen, ein zwei bis dreimal pro Jahr erscheinender Forschungsnewsletter sowie zahlreiche Blog-Beiträge, E-Books, Podcasts und Videos. Dieses Engagement wurde bereits im Jahr 2013 mit dem Agnes-Karll-Pflegepreis des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe (DBfK) für besonders innovative Projekte ausgezeichnet.

Im kommenden zweijährigen Förderzeitraum stehen beim DZD einige neue Projekte, Tagungen und Workshops an, was den Wissenstransfer anbelangt. Neben weiteren Vorträgen, Publikationen und Online-Aktivitäten ist beispielsweise für November 2017 eine Tagung zum Thema Angst an der Universität Witten/Herdecke geplant. Zudem wird das DZD sowohl im Jahr 2017 als auch 2018 in seiner Transferarbeit jeweils eine besondere Zielgruppe in den Fokus rücken. So soll beispielsweise die Gruppe der Lehrerinnen und Lehrer für Pflegeberufe stärker in den Blick genommen werden. Dabei soll vor allem der Transfer in die Praxis im Austausch mit derartigen Gruppen noch stärker berücksichtigt werden: An welchen Stellen sind die Erkenntnisse aus der Demenzforschung speziell für die professionelle Ausbildung und weitere Qualifizierung von Pflegenden an Berufsfachschulen und Fachhochschulen von Relevanz? Wo kann hier der Transfer zwischen Forschung und Praxis stärker gefördert werden – etwa in der Form von Workshops zwecks gegenseitigen Austauschs? Das DZD arbeitet außerdem eng mit den 13 Demenz-Servicezentren und der Koordinierungsstelle der Landesinitiative zusammen.

Hinzu kommen einige neue inhaltliche Schwerpunkte für die kommenden zwei Jahre. Neben dem Thema Angst wird das DZD weitere inhaltliche Schwerpunkte setzen und neben der Fortführung der erfolgreichen Arbeit neue Wege des Transfers von Wissen und Erfahrungen zwischen Praxis und Forschung beschreiten.

Kommentar verfassen